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Against the
Waves
Im Frühjahr 2007 wurden wir von einer jungen Frau angerufen,
die ein Studio suchte.
Sie sagte, sie wollte mit Ihrer Band und ihrem Produzent "Sam Johnson"
im Juni ein paar Tage aufnehmen. Sie wollte wissen, was wir an Software
hätten, denn dieser Produzent würde gerne mit Waves
Plug Ins
arbeiten. Wir sagten von Waves haben wir was und machten eine
Besichtigungs termin aus. Die gutgebräunte Blondine, die sich
"Katrin Henning" nannte, erschien dann pünktlich, sah sich
alles
an und bedankte sich für die Vorführung. Wir
schrieben Ihr
noch eine Mail mit dem Vorschlag, dass der Produzent seinen Ilok
mitbringt, um damit jede beliebige Software freizuschalten,
die
wir bis zum Aufnahmetermin besorgen könnten.
Es kam aber kein Produzent, sondern ein Anruf, warum wir nicht auf die
Abmahnung reagieren. Was für eine Abmahnung? Es stellte sich
heraus, dass die junge Frau eine Detektivin im Auftrag einer
Anwaltskanzlei und/oder Waves war und uns etwas anhängen
wollte.
Anscheinend hat sie aber sehr schlampig gearbeitet, denn sie wusste
weder den Namen des Studios, noch die Adresse, noch die
Eigentümer.
Die Abmahnung sah so aus:
Wenn wir ein Waves Platinum Bundle kaufen, eine Strafe, Anwaltskosten
und Detektivkosten in Höhe von insgesamt 10.000 EUR bezahlen
würden, würden wir nicht wegen
Urheberrechtsverletzung
angezeigt. Die Detektivin hätte bei uns ein
unlizensiertes
Waves Platinum Bundle gesehen und eine entsprechende eidesstattliche
Erklärung abgegeben.
Nun wussten wir, dass sie nicht nur schlecht recherchiert, sondern auch
noch Software verwechselt und Meineide schwört. Im Internet
fanden
wir ein paar Daten über die sportliche Dame. Unter anderem hat
sie
sich als "israel-verrückt" bezeichnet. Die
Firma Waves
kommt übrigens aus Israel. Die Firma Ban Piracy, die weltweit
die
illegale Nutzung von Waves Plug Ins verfolgt, wurde von einem Ex- Waves
Direktor gegründet und residierte zum Zeitpunkt unserer
Recherche
in gleichen Haus.
Der lange Rest in Kurzform: Wir haben zwar selber einige Plug Ins von
dieser Firma mit Ilok und Registrierung, da die aber wegen eines fehlerhaften OSX Updates an diesem
Tag nicht liefen, haben wir der Detektivin ein Waves Demo aus dem Jahr
2000 für OS9 vorgeführt, das wir noch im Regal
hatten. Das
wird uns jetzt als Softwarediebstahl
ausgelegt. Es
war
übrigens kein Platinum Bundle. Das erschien erst 2
Jahre später. Wenn diese seltsame Dame nicht so explicit nach
Waves Plug Ins gefragt hätte, hätten wir ihr gesagt: Sorry,
unser Renaissance Bundle geht heut nicht.
Die Geschichte wäre eine Komödie, wenn da nicht
tausende Euros an Anwaltskosten im Raum stehen würden. Inzwischen
hat das Gericht festgestellt, dass die Filmaufnahmen der
Detektivin illegal waren. Die Polizei hat bestätigt, dass unsere
Aussagen hinsichtlich dieses Demos der Wahrheit entsprechen. Wir werden
voraussichtlich von Waves nichts mehr hören. Trotzdem
müsssen wir einen grossen Teil der Anwaltskosten bezahlen. Zwar
keine 10 Mille, aber doch soviel, dass wir täglich einmal Waves
verfluchen. Natürlich kaufen wir bei der Firma nichts mehr.
Wenn man sich die Konkurrenzprodukte mal ansieht, ist das auch
wirklich nicht nötig.
PS: Falls jemand ähnliche Probleme mit der Firma Waves hat
oder
aus anderen Gründen einen guten Anwalt in Sachen Urheberrecht
braucht, empfehlen wir den unseren: Dr. Dominik Ingendaay,
Berlin. http://www.anwalt.de/vnem.
mehr zum Thema:
sh.:
http://sonicstate.com/news/shownews.
http://attorneysandlaymen.tribe.net/thread/0bcdb0a9-2032-4f17-86c8-0cbc5dd0f589
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